Europäische Ausstellung eröffnet das dritte Forum d‘Avignon Ruhr in Essen

 

Das Thema Kreativität ist ein Dauerbrenner in Europa! 108 Projekte aus 22 Nationen haben sich für den europäischen Preis für Innovationen beworben. Eine Auswahl von zehn Projekten aus fünf Nationen ist ab sofort in der City-Messehalle in Essen zu sehen. Dabei sind: Beautiful Trouble, ein Bestseller mit Web-Werkzeugbox für Trainingsprogramme in künstlerischer Intervention und kreativer Kommunikation; URBANAUTS Street Lofts, ein 4-Sterne- Hotelprojekt mit Leerständen aus Wien; die Querdenkerfabrik [ID]factory, eine Forschungsinstitution, die Innovationskompetenz als eine fachübergreifende Schlüsselqualifikation in der Praxis untersucht; Kasárne, ein Multi-Genre Zentrum mit Kulturpark in Košice; LxFactory, eine große Fabrik aus Lissabon, die von urbanem Leben zurückerobert wurde oder RLF (Richtiges Leben im Falschen), ein politisches, medienübergreifendes Kunstprojekt mit der Beteiligung von ARTE,

Suhrkamp und UFA.

Am Donnerstag, den 12. Juni um 16.55 Uhr wird NRW-Wirtschaftsminister Garrelt Duin die GewinnerInnen im Rahmen des dritten Forum d’Avignon Ruhr bekannt geben. Gefördert wird der Preis vom Ministerium für Kinder, Familie, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein- Westfalen sowie den Städten Bochum, Dortmund, Essen und Gelsenkirchen. Das european centre for creative economy (ecce) hat den Preis beim letztjährigen Forum d’Avignon Ruhr gemeinsam mit dem europäischen Netzwerk N.I.C.E. (Network for Innovations in Culture and Creativity in Europe) ins Leben gerufen. Aus gutem Grund: Die Kultur- und Kreativwirtschaft steht in Europa für einen Jahresumsatz von über 650 Mrd. Euro, davon rund 143 Mrd. in Deutschland, von denen 5% allein im Ruhrgebiet erwirtschaftet werden. Innovative Impulse aus der Kultur- und Kreativwirtschaft in Gesellschaft und Wirtschaft hinein können also einen wichtigen Beitrag im Strukturwandel des Ruhrgebiets wie auch in Europa leisten. Aus Sicht der EU-Kommission finden diese Zusammenhänge noch nicht genug Beachtung.

Mehr Anerkennung für die innovative Kraft von Kultur und Kreativität

„Kultur- und Kreativwirtschaft müssen als Wachstumsbranche und als Speerspitze einer entstehenden wissensbasierten Ökonomie mehr Akzeptanz finden“, fordert

Professor Dieter Gorny, Geschäftsführer des european centre for creative economy. Das Forum d’Avignon Ruhr unterstützt den Aufruf der Europäischen Kommission nach mehr Anerkennung dieser Zusammenhänge, die er so umschreibt: „Ohne Kreativität keine Innovation – ohne Leidenschaft keine Kreativität.“

MacherInnen sind zuerst diejenigen, die der Gesellschaft zeigen, was möglich ist, wie zum Beispiel

Reinhard Wiesemann. Er hat ein Kloster vor dem Rückbau gerettet. „Das Unperfekthaus fungiert als öffentlicher „Zwischen-Raum/Platz der Möglichkeiten“ und generiert Spillover-Effekte in andere Bereiche. Zurzeit testen und betreiben mehr als 1.000 KünstlerInnen und FirmengründerInnen aus 18 Ländern Kreativprojekte, beeinflusst von und mit Auswirkungen auf mehr als 100.000 Privatpersonen und Geschäftsleute jährlich. Das Haus ist selbst Intervention bei einzelnen Projekten wie auch ständig zur Verfügung stehende Institution.“

Für Reinhard Wiesemann sind Innovationen ein Lebenselixier: „Sie verschaffen ein sehr schönes und bereicherndes Leben!“ Er ist einer der zehn kreativen ProjektmacherInnen aus Spanien,

Forum d’Avignon Ruhr 10. /11./12. Juni 2014 GOP Varieté Theater, Essengefördert von

Portugal, Österreich, der Slowakei und aus Deutschland, die es in die Auswahl der Nominierten geschafft haben.

„Special guest“ der diesjährigen N.I.C.E.-Ausstellung ist die Robert Bosch Stiftung. Sie fördert seit 2013 nachhaltige und partizipative Stadtentwicklung durch Kultur mit dem internationalen Pilot- Programm „Actors of Urban Change.“ Programmleiter

Dr. Martin Schwegmann stellte zum Auftakt des Forums im Rahmen der N.I.C.E.-Ausstellung weitere europäische Beispiele für das Engagement von KulturakteurInnen bei der urbanen Erneuerung vor. „Bei Actors of Urban Change steht die soziale Innovation im Mittelpunkt, in all ihren Dimensionen„, so Martin Schwegmann. „Das Hauptaugenmerk liegt auf der Entfaltung von Potenzialen lokaler Akteure jenseits von Sektorengrenzen und der Verankerung dieser im Alltag.“

Derartige Effekte löst auch der „Stein mit Vollausstattung“ in der Dortmunder Innenstadt aus. Ein öffentliches und partizipatorisches Kunstprojekt, auf vier Jahre als Zwischennutzung angelegt, welches das Zusammenwirken von technischen Aspekten erneuerbarer Energien wie Wind- und Sonnenenergie und Kunst im öffentlichen Raum verbindet. Die Skulptur lädt Menschen zum Verweilen ein, mit kostenlosen 230-Volt-Anschlüssen, einem offenen WLAN, einer Ladestation und sogar einem Schließfach. Das Stein-Projekt hat eine Nominierung der internationalen Jury erhalten.

Große Experimentierfreude und Umsetzungsdynamik führt zu erlebbaren Innovationen. Diesen Prozess gilt es massiv zu unterstützen„, erklärt Jurymitglied Professor Kurt Mehnert von der Folkwang Universität der Künste.

Das Forum d‘Avignon Ruhr führt verschiedenste Disziplinen aus Wirtschaft, Wissenschaft und Kunst zusammen, um neue Chancen für die Zukunft zu öffnen. „

Ohne Anstiftung durch die KünstlerInnen hätten wir nie gewagt, unseren Markt so radikal zu hinterfragen„, erklärt der Bielefelder Unternehmer Dr. Hans-Dietrich Reckhaus, Redner beim Forum d’Avignon Ruhr am 12. Juni. Mit einer Kunstintervention leitete er einen unternehmerischen Wandel ein und wurde vom Insektenbekämpfer auch zum Fliegenretter. „Das größte Potential für Innovation liegt in der Nachhaltigkeit“, so der Chef des 1956 gegründeten Unternehmens. „Wir müssen das kurzfristige Denken überwinden und das faire Zusammenspiel von Mensch, Natur und Wirtschaft zum Paradigma machen.“

Wir freuen uns auf eine Meldung und laden die Presse herzlich zu einem innovativen Gedankenaustausch am 12. Juni in der Mittagszeit ein.

12. Juni um 13.30 Uhr

Optionen für Pressegespräche mit prominenten Gästen beim Forum

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